Analyse zum optimalen Tankzeitpunkt

Wir haben die letzten Wochen die Spritpreise und den Spritpreisverlauf zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wochentagen einmal genauer unter die Lupe genommen (analysiert) und wollen ein paar grundsätzliche und erstaunliche Erkenntnisse mit Euch teilen.

Tag1

tankstellen

An Wochentagen ähnelt sich der Verlauf des Spritpreises in den meisten Fällen recht stark. An Werktagen ist zwischen 1-3 Uhr nachts der ungünstigste Zeitpunkt um zu tanken, dies lässt sich natürlich auch dadurch erklären das zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Tankstellen geöffnet haben (~6000 von ~14.800) und es sich dabei in der  Regel auch nur um teure Markentankstellen handelt. Auch kann man festhalten, dass es nachts zwischen 0 Uhr und ~5 Uhr kaum bzw. nur sehr kleine Preissprünge an den Tankstellen gibt. Ab 6 Uhr, mit der Öffnung einer großen Anzahl an Tankstellen (~13.000 haben nun geöffnet) ändert sich dies schlagartig (siehe Grafiken), so vergünstigt sich der Spritpreis bis zur Mittagszeit (11-12) Uhr deutlich. Bis zum Abend fällt der Preis nun nur noch langsam, wobei jeweils pünktlich zu Beginn der Mittagspause (gegen 13/14 Uhr) und zu Beginn des Feierabendverkehr sogar noch einmal leichte Preisanstiege zu verzeichnen sind. Der Tiefststand, und damit der günstigste Sprit des Tages ist um ca. 20-21 Uhr erreicht. Ab ca. 22 Uhr kann man, parallel zur Schließung der meisten Tankstellen, einen rapiden Preisanstieg beobachten, der wie oben erwähnt, gegen 1-3 Uhr seinen Höhepunkt erreicht hat. (siehe hierzu auch die Grafiken)
An Wochenenden und an Feiertagen verläuft die Preiskurve sehr ähnlich zu der eines normalen Werktages, mit dem Unterschied, dass sich der ungünstigste Zeitpunkt zum Tanken etwas nach hinten verlagert. Das Preismaximum ist an diesen Tagen in der Regel zwischen 4-5 Uhr erreicht.

Der günstigste “Tanktag“ ist in einer Woche ohne Feiertag, in der Regel der Donnerstag oder der Freitag, da sich der Preis seit Montag kontinuierlich vergünstigt hat. Am teuersten ist es überraschenderweise nicht am Wochenende, sondern meistens am Montag, wer also nach einem Kurztrip am Wochenende dringend tanken muss, tankt am besten direkt am Sonntagabend.

Natürlich sind diese Tipps und Hinweise auf den Durchschnitt aller Tankstellen bezogen. So können sich der Beginn des Preisanstieges oder der einer Preissenkung und damit auch der optimale Tankzeitpunkt von Tankstelle zu Tankstelle unterscheiden. Der Grund dafür liegt auf der Hand, für die Preisgestaltung spielen viele Faktoren eine Rolle. Entscheidend ist zum Beispiel wo sich eine Tankstelle befindet (Einfahrts- oder Ausfahrtsstraße, Innerorts, …), wie viel geöffnete Konkurrenz sich in der Nähe befindet, usw. . .

Unsere Spritpreis App “xavvy fuel: intelligent Tanken”  zeigt Ihnen nicht nur, an welcher Tankstelle Sie in Ihrer Umgebung/auf Ihrer Route am günstigsten tanken, sondern liefert Ihnen auch für jede Tankstelle eine individuelle Spritpreisprognose. So verpassen Sie mit Sicherheit nie mehr den günstigsten Tankzeitpunkt.
Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt [und günstiges Tanken!].

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Preisentwicklung

Heute widmen wir uns in unserem Blogeintrag der Preisentwicklung des Spritpreises in Relation zum Rohölpreis. Seit Mitte 2015 bis Anfang 2016 konnten sich die Verbraucher über sinkende Spritpreise an den Tankstellen freuen, im letzten Jahr kletterten die Preise jedoch wieder in mehreren Etappen und erreichten Anfang März 2017 schließlich das Preisniveau von Anfang 2015. Derzeit ist wieder ein Abwärtstrend zu beobachten, dies hängt mit der Steigerung der Ölfördermenge des Königreichs Saudi Arabien zusammen.

Preisentwicklung im Jahr 2016 bis März 2017

Auf dem ersten Blick bemerkenswert ist, dass der Preis an der Börse für ein Barrel (139 Liter) Brent Rohöl (XC0009677409) in der Zeit vom 01.02.2016 bis zum 06.03.2017 um 59,46% gestiegen ist (von 34,9737$ auf 55,701$), während die Preiserhöhungen an den Tankstellen „nur“ 20,80% bei Diesel (von 0,9889 auf 1,1944€) bzw. 10,49%/10,42% bei Super Benzin betrug – (Super95/E10 von 1,2563€/1,23744€ auf 1,3880€ / 1,3664€). (Erläuterung: Zu beachten ist, dass es sich bei den angegebenen Preisen an der Tankstelle jeweils um den deutschlandweiten durchschnittlichen Literpreis handelt)

2016 bis heute

Preisentwicklung 2015 bis 2016

Freut man sich noch, dass man im Jahr 2016 keine volle Preiserhöhung abbekommen hat, relativiert sich das Ganze, wenn man sich nun die Preisentwicklung im Jahr 2015 anschaut. Denn obwohl der Rohölpreis an den Rohstoffbörsen rasch sank, wurde dies nur in kleinen Teilen an den Verbraucher weitergegeben. Während der Rohölpreis in der Zeit vom 01.01.2015 bis zum 01.02.2016 um 38,38% gesunken ist (von 56,758$ auf 34,9737$), wurde der Preis für Diesel an den Tankstellen nur um 16,59% gesenkt (von 1,1854€ auf 0,9887€). Noch geringer viel die Preissenkung beim Super Benzin aus, Super95 verbilligte sich lediglich um 5,66% (von 1,3316€ auf 1,2562€) und E10 um 4,58% (von 1,2968€ auf 1,2374€).

2015-2016

 

In den letzten zwei Jahren hat man als Verbraucher letztendlich mehr bezahlt, obwohl der Rohölpreis gesunken ist. Von Januar 2015 bis Anfang März 2017 ist der Rohölpreis minimal gesunken (1,74%), während zeitgleich die Preise an den Tankstellen leicht gestiegen sind. So verteuerte sich Diesel im Schnitt um 0,76%, Super95 um 4,23% und E10 um 5,36%.

Fallende Preise ab dem 07.03.2017

Anfang März veröffentlichte Saudi Arabien seine Fördermengen für den Februar, dadurch wurde öffentlich bekannt dass die Ölfördermenge – trotz laufenden Vertrag zur Produktionskürzung – gesteigert wurde. Die Folge waren sinkende Preise an den Rohstoffbörsen und an den Tankstellen.

Preisentwicklung März

Der Preis für ein Barrel Brent Rohöl fiel in der Zeit vom 1. März bis zum 20. März um 9,12% (von 56,63$ auf 51,47$). Die Tankstellenbetreiber wiederum senkten im gleichen Zeitraum ihre Preise nur um 2,36% (Diesel: von 1,19€ auf 1,16€) bzw. 2,5%/2,52% (Benzin Super95: von 1,39€ auf 1,35€ und Super E10: Von 1,37€ auf 1,34€).

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